AR/VR-Konferenz

Für meinen letzten Vortrag bin ich einer Einladung an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck zur MWB 2019 „Augmentierte und virtuelle Wirklichkeiten“ gefolgt und habe nochmals darüber gesprochen, inwiefern gemeinnützige Initiativen VR-Technologien und immersive Medieninhalte für pro-soziale Zwecke nutzen können. Kritisch gesehen wird dabei häufig, dass VR-Medien ein illegitimes „Überwältigungs-Moment“ ausnutzen, was in meinen Augen jedoch insofern relativiert werden muss, als dass die allgemeinen Bedingungen aktueller Aufmerksamkeitsökonomien es geradezu notwendig machen, sich auf starke Medienwirkungen zu fokussieren, um bestimmte (pro-soziale, moralisch gerechtfertigte) Anliegen verfolgen zu können. Dies bedeutet nicht, dass Immersion Reflexion gänzlich ersetzen soll – je nach Kontext haben beide Seiten ihre Rechtfertigung.