Himmelhorn

Die Route zum Himmelhorn, einem Gipfel in den Allgäuer Alpen, bietet mit seinen steilen Grasflanken die Möglichkeit für eine beeindruckende Klettertour, welche nahezu durchweg durch sehr ausgesetztes Gelände führt. Vom Himmelhorn aus gingen wir zudem über den Grat bis zum angrenzenden Gipfel des Schneck. Während der Tour hat man einen unvergleichlichen Blick auf die Höfats, an welcher wir demnächst einen neuen Versuch wagen werden.


Neuer Aufsatz zum Maschinenlernen

Unter dem Titel „Rassistische Maschinen – Übertragungsprozesse von Wertorientierungen zwischen Gesellschaft und Technik“ ist im Springer Verlag ein neuer Aufsatz von mir erschienen. Darin untersuche ich, wie Rassismus, welcher zuerst einmal ein genuin soziales Phänomen ist, über verschiedene Übersetzungsprozesse hinweg in die Funktionsweise informationstechnischer Systeme einfließt. Das Fazit des Aufsatzes lautet, dass es einer kritischen Reflexion von (Trainings-)Datensätzen, welche im Kontext des maschinellen Lernens zum Einsatz kommen, bedarf.

Nordschwarzwald Trophy

Zum wiederholten Male in dieser Saison habe ich eine Podiumsplatzierung verpasst. Bei der Nordschwarzwald Trophy wurde ich vierter in der Gesamtwertung. Das Rennen hatte diverse technisch sehr anspruchsvolle Trails, sodass ich froh bin, nicht gestürzt zu sein. Dennoch hätte ich mit etwas mehr Risiko den dritten Platz vielleicht erreichen können.

Gehrenspitze Ostgrat

Letzte Woche habe ich zum zweiten Mal die Gipfel der Gehrenspitze besucht. Wenn man die mitunter schwierig zu verfolgende Route über den Ostgrat erfolgreich findet, bietet der Berg einem eine wunderbare Tour mit Gras- und Felskletterei und toller Aussicht auf die umliegenden Berge.


Ultraradmarathon II

Am Wochenende habe ich mit dem Rennrad den Bodensee besucht. Die Tour war – ähnlich wie die Fahrt nach Straßbourg – wegen ihrer Länge von über 300 Kilometern durchaus herausfordernd, allerdings war es des Morgens die Kälte – es hatte fast 10 Grad – und den Tag über die Hitze – bis zu 35 Grad -, welche mir am meisten zu schaffen gemacht haben. Dennoch kann ich zufrieden festhalten, dass es mit entsprechendem Training möglich ist, einen gesamten Tag lang Druck aufs Pedal zu bringen.


Erster Versuch an der Höfats

Die Höfats gilt als „Königin der Grasberge“. Mit ihren steil abfallenden Wänden ist der Berg sicherlich der eindrücklichste, den ich je aus der Nähe gesehen habe. Geplant hatten wir die Überschreitung. Geglückt ist uns diese aber leider nicht. Es hat nicht mehr viel gefehlt bis zum West- beziehungsweise Ostgipfel, aber nachdem wir uns mehrfach im steilen Gelände verklettert hatten, war uns das Risiko zu hoch. Die Routenfindung ist, neben der psychischen Herausforderung, über mehrere Stunden im Absturzgelände zu sein, sicherlich die größte Schwierigkeit an der Höfats. Sicher ist dennoch, dass wir mit mehr Wissen über die Route einen zweiten Versuch wagen werden.


Dynamic Pricing

Zuletzt war ich beim Munich Center for Internet Research und habe an einer Podiumsdiskussion über Dynamic Pricing mitgemacht. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung kann hier nachgesehen werden.

Sieg beim Heckengäu Bike Marathon

Endlich konnte ich in dieser Saison ein Rennen für mich entscheiden. Beim Heckengäu Bike Marathon fuhr ich circa bis zur Hälfte des Rennens in der vierköpfigen Spitzengruppe, bevor ich durch Tempoverschärfungen meine Konkurrenten abschütteln und das Rennen als erster beenden konnte.

Gesellschaftspolitische Aspekte des Maschinenlernens

In Schwäbisch Gmünd sprach ich zuletzt vor Mitarbeitern des Baden-Württembergischen Innenministeriums über gesellschaftspolitische und technikethische Implikationen des maschinellen Lernens. Die gesellschaftlichen Folgen des Technikeinsatzes sind umfassend – sie reichen von durch Social-Media-Plattformen geförderten politischen Radikalisierungsprozessen über algorithmische Diskriminierung bis hin zu neuartigen militärischen Bedrohungsszenarien. Das Thema ist und bleibt hochrelevant.

Interview zu Fake-Videos

In den zwölf Kirchenzeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse erschien jüngst nochmals ein Artikel mit einem Interview von mir, in welchem ich über Fake-Videos befragt wurde. Leider kann ich den Artikel hier nicht verlinken, da er nicht frei online einsehbar ist – das Interview erschien lediglich in den jeweiligen Printausgaben mit der Nummer 28.

Albstadt Bike Marathon

Nachdem die Rennen in dieser Saison bislang relativ erfolgreich verliefen, hatte ich beim Albstadt Bike Marathon ziemliches Pech. Kurz nach dem Start hatte ich einen Reifendefekt, auf der Hälfte des Rennens stürzte ich, dabei riss eine Speiche und das Schaltwerk wurde beschädigt. Mit defekter Schaltung und Knieschmerzen fuhr ich das Rennen nichtsdestotrotz zu Ende, schaffe es aufgrund der Zeitverluste aber lediglich auf den 45. Platz der über 2000 Starter. In meiner Altersklasse wurde ich zwar fünfter, dennoch hätte ich mir natürlich ein besseres Resultat erwünscht.

Risiken des maschinellen Lernens

Mit den Methoden des maschinellen Lernens werden derzeit mit konstanter Regelmäßigkeit neue Durchbrüche erzielt. Wenn dabei Anwendungen involviert sind, welche personenbezogene Informationen oder Verhaltensdaten erheben und verarbeiten, wird dies typischerweise als eine Bedrohung für den Privatheits- und Datenschutz der Betroffenen gesehen. Genau diesen Aspekt habe ich zuletzt in einem Vortrag an der Universität Darmstadt aufgegriffen und dabei Anwendungen insbesondere aus den Bereichen der Persönlichkeitsanalyse und Bilderkennung diskutiert. Ich habe jedoch in Frage gestellt, inwiefern der Ansatz, die erwähnten Anwendungen mit dem Verweis auf Privatheitsverletzungen zu kritisieren, überhaupt angemessen ist. Anstatt auf Privatheit zu referieren, um den Risiken des maschinellen Lernens zu begegnen, ist es, so meine These, notwendig, jenseits von Privatheitskonzepten auf die Idee der Diskriminierungsvermeidung zurückzugreifen. Privatheits- und Datenschutz erfordert immer individuelle Informationskontrolle. Durch das maschinelle Lernen jedoch werden die Möglichkeiten der individuellen Informationskontrolle massiv eingeschränkt. Im Vortrag habe ich dementsprechend dafür argumentiert, dass eine wirklich effektive Begegnung der Risiken des Maschinenlernens nur durch den Rückgriff auf Grundsätze der Anti-Diskriminierung erfolgen kann.

Filmgespräch zu The Cleaners

Am Wochenende war ich beim Silbersalz-Festival eingeladen zu einem Filmgespräch zusammen mit Christian Beetz, dem Produzenten der Dokumentation „The Cleaners“. Der Film porträtiert Menschen, welche als Content Moderatoren dafür zuständig sind, Inhalte, welche gegen die Community-Richtlinien der digitalen sozialen Netzwerke verstoßen, aus selbigen zu entfernen. Dies heißt, täglich mit einer gigantischen Anzahl an verstörenden Bildern und Videos in Kontakt zu kommen. Dementsprechend bedeutet der Beruf des Content Moderators extreme psychische Belastungen. Problematisch ist allerdings auch, dass die Content Moderation zu einem „overblocking“ neigt, also die Tendenz hat, dass auch legitime künstlerische, satirische oder kritische Inhalte entfernt werden, obwohl diese eigentlich einen wertvollen Beitrag zum öffentlichen Diskurs bedeuten würden. Wer sich für den gut gemachten Film interessiert, kann hier einen Trailer sehen.

Grasklettern

Nachdem ich letztes Jahr den Ostgrad der Gehrenspitze überschritten hatte, wollte ich diese sehr schöne und technisch anspruchsvolle Tour dieses Jahr nochmals wiederholen. Allerdings war das Unternehmen nicht von Erfolg gekrönt. Nachdem es tags zuvor, an welchem die eher einfache Überschreitung des Säulings (Foto) anstand, permanent geregnet hatte, war das Gras an der Gehrenspitze entsprechend nass und der Boden aufgeweicht, sodass weder Pickel noch Sohlen sicher Halt finden konnten. Die Kletterei im Steilgras des Ostgrats war für mein Empfinden dementsprechend zu riskant, sodass ich mich entschloss, die Überschreitung abzubrechen. Bergsteigen bedeutet eben auch, zu scheitern und mehrere Versuche zu benötigen.


Social-Media-Plattformen besser gestalten

Bei der 24-Stunden-Vorlesung, welche jüngst an der Universität Tübingen veranstaltet wurde, habe ich über Formen der designbasierten Verhaltensbeeinflussung bei Social-Media-Plattformen gesprochen. Insbesondere habe ich darauf abgezielt, zu beschreiben, wie man Benutzeroberflächen von digitalen sozialen Netzwerken besser gestalten könnte, um die problematischen Medienwirkungen, mit denen wir es derzeit zu tun haben, stärker eindämmen zu können. In Bälde wird eine Aufzeichnung des Vortrags verfügbar sein, welche ich an dieser Stelle noch verlinken werde.

Artikel in der SZ über Fake-Medien

Fake-News stellen ein ernstzunehmendes Problem für die politische Debattenkultur und das Funktionieren der Demokratie dar. Dabei sind die aktuellen Desinformationskampagnen erst der Auftakt eines Problems, welches sich massiv verschärfen wird, wenn Falschmeldungen sich nicht mehr, wie bislang, in Form von Texten, sondern als täuschend echte Videos oder Audios verbreiten. Solche Fake-Medien werden die Gesellschaft vor bislang ungeahnte Herausforderungen stellen. Zu diesem Thema ist jüngst ein Artikel von mir in der Süddeutschen Zeitung erschienen, welcher hier nachgelesen werden kann.

Wieder am Podium vorbei

Nach langer Zeit bin ich mal wieder ein Rennrad-Kriterium gefahren. Das Rennen in Hohenheim mit seinem kurzen Anstieg ist ein Kurs, den man trotz seiner Höhenmeter schnell fahren kann. Dennoch verblieb in der letzten Runde eine nur siebenköpfige Spitzengruppe. Beim Zielsprint kam ich schließlich auf den vierten Platz, verpasste damit also einmal mehr das Podium.

Interview zu Privatheit

Ich war Gast bei der Streaming-Konferenz „Netzpolitik und Demokratie“ der Bundeszentrale für politische Bildung und wurde zum Thema Privatheit befragt. Den Stream kann man hier bei Facebook nachschauen.

Ultraradmarathon

Nachdem ich am vergangenen Wochenende eine längere Tour nach Straßbourg unternommen habe, mir diese wirklich Spaß gemacht und keine übergebührlichen Anstrengungen gekostet hat, habe ich Lust bekommen, bei entsprechenden Langstreckenrennen zu starten. Mal schauen, was diesbezüglich die Zukunft bringt. Als nächstes will ich vorerst ausprobieren, wie sich 300 Kilometer auf die Beine auswirken.


Aufsatz über Vernetzung und Informationssicherheit

In meinem neu erschienenen Aufsatz mit dem Titel „Vernetzung oder Informationskontrolle“ analysiere ich das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem ungebrochenen Trend zur Vernetzung von immer mehr technischen Artefakten einerseits sowie den gleichzeitig erhobenen Forderungen nach Informationssicherheit andererseits. Der Vernetzungstrend scheint eine Entwicklung abzubilden, welche in ihrer Stoßrichtung quasi nicht mehr aufzuhalten ist. Dabei schafft genau dieser Trend nicht nur Vorteile für die elektronische Telekommunikation, sondern gleichzeitig auch massive Vulnerabilitäten im Bereich der Informationssicherheit, des Daten- sowie Privatheitsschutzes. Die Tatsache, dass man nicht sinnvollerweise eine Steigerung der Interkonnektivität fordern und gleichzeitig dasselbe Datenschutzniveau erhalten kann, wird in den Diskussionen um den digitalen Wandel häufig ausgeblendet.