Puh…

Für die Besten im Ultrasport ist es keine große Herausforderung, für mich als jemanden, der auf kürzere Belastungen spezialisiert ist, war es ziemlich heftig: 500 Kilometer mit dem Rennrad, an einem Stück. Morgens um 4 Uhr ging es los, die ersten 150 Kilometer nüchtern, mit Lampen und warmer Kleidung einmal das Neckartal Richtung Rottweil hoch und runter und zurück nach Hause, um dort einen guten Batzen Müsli zu verschlingen. Mit leichter Kleidung wieder ins Neckartal, dieselbe Strecke rauf und runter, mit einem Abstecher durchs Nagoldtal nach Pforzheim und zurück. 420 Kilometer hatte ich beisammen, bevor es wieder dunkel wurde – also zurück nach Hause und ein paar Kalorien und Flüssigkeit tanken. Die letzten 80 Kilometer dann erneut mit warmer Kleidung und Lampen durchs Neckartal in Richtung Nürtingen. In den späten Abendstunden, als die Straßen schon wie leergefegt waren, waren die 500 Kilometer dann endlich beisammen, nach über 18 Stunden. Im Rückblick auf die Tour und mit dem Wissen insbesondere um die mentalen Herausforderungen, die mit solchen Strecken verbunden sind, habe ich noch größeren Respekt vor den Leistungen von Fahrern wie Mark Beaumont, Pierre Bischoff, Fiona Kolbinger etc. gewonnen.