Neue Aufsätze

Jüngst sind drei neue Aufsätze erschienen. Zusammen mit Kristof Meding habe ich die Rolle von Industriepartnern in der KI-Forschung anhand einer Analyse von knapp 11.000 Fachpublikationen der wichtigsten Konferenzen empirisch untersucht. Der Aufsatz ist bei „AI & Society“ erschienen und kann hier nachgelesen werden.

Darüber hinaus erschien bei „Minds and Machines“ ein Aufsatz, in welchem ich dafür plädiere, KI-Systemen nur diejenigen „Umweltreize“ zum Training zu geben, die zu einem ethisch wünschenswerten Maschinenverhalten führen. Die Idee dabei ist, vom Big-Data-Grundsatz n = all wegzukommen, um durch neue Dimensionen von Datenqualität stärker zu selegieren, welches datafizierte Verhalten überhaupt zu Trainingsstimuli für Anwendungen des maschinellen Lernens zugelassen wird. Der Aufsatz kann hier eingesehen werden.

Ein weiterer Aufsatz, den ich zusammen mit Paula Helm geschrieben habe, befasst sich mit einer kritischen Analyse KI-gestützter Polizeisoftware. Während in diesem Bereich häufig Predictive-Policing-Systeme untersucht werden, haben wir uns explizit mit Software befasst, die zur Strafverfolgung eingesetzt wird. Eine Übersicht über diese und weitere Publikationen gibt es hier.

Industriepartner in der KI-Forschung

In Tübingen insbesondere wird aufgrund des Cyber Valleys seit vielen Monaten lebhaft über die Rolle von Industriepartnern in der KI-Forschung diskutiert. Doch eine systematische, allgemeine Untersuchung des Feldes fehlt – bis jetzt. Zusammen mit Kristof Meding habe ich ein Paper geschrieben, das das Verhältnis zwischen Industrie- und öffentlicher KI-Forschung untersucht, anhand einer Auswertung von knapp 11.000 Papern Interessenkonflikte beleuchtet und weitere Bereiche wie etwa die Frage nach den Treibern wissenschaftlichen Fortschritts analysiert. Der Aufsatz, der einige wirklich interessante Erkenntnisse enthält, kann als Preprint hier eingesehen werden. Eine Kurzpräsentation der Ergebnisse gibt es ferner hier.