Neuer Aufsatz

In „Minds and Machines“ ist jüngst mein Aufsatz „The Ethics of AI Ethics“ erschienen, in welchem ich eine Zusammenfassung und normative Analyse von Richtlinien zur KI-Ethik sowie eine generelle Kritik des damit verbundenen Diskurses durchgeführt habe. Der Aufsatz kann unter folgendem Link nachgelesen werden.

Übersichtsartikel zur Ethik der künstlichen Intelligenz

Angesichts der Vielzahl an Richtlinien zur Ethik der künstlichen Intelligenz beziehungsweise des maschinellen Lernens habe ich einen Übersichtsartikel geschrieben, in dem ich die Richtlinien miteinander vergleiche, Gemeinsamkeiten herausarbeite, aber auch Leerstellen benenne und reflektiere, welcher Typus von Ethiktheorie jeweils verfolgt wird. Letztlich beschreibe ich auch, inwiefern die Richtlinien in der Praxis umgesetzt werden können. Das Paper ist bei arXiv als Preprint erschienen, kann unter diesem Link eingesehen werden und ist von der Technology Review zu den „most thought-provoking papers“ der dritten Märzwoche gerechnet worden. Anbei zudem das „Herzstück“ des Papers, die tabellarische Übersicht über die Ethik-Richtlinien und ihre einzelnen Aspekte.


Kritik der Praktischen Philosophie

Bei der VI. Tagung für Praktische Philosophie im schönen Salzburg habe ich kritisch über den Zustand ebenjener Praktischen Philosophie und der ihr angegliederten philosophischen Ethik gesprochen. Obgleich diesen Disziplinen eine enorme gesellschaftliche Relevanz zukommen könnte und sollte, dümpelt die akademische, normativ arbeitende Philosophie in ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit herum. Die Gründe dafür sind unter anderem das hartnäckige Aufrechterhalten von hochredundanten Zitierkartellen rund um die einschlägigen Klassiker, die Xenophobie gegenüber anderen wissenschaftlichen Disziplinen beziehungsweise Interdisziplinarität im Allgemeinen, die weitreichende Unfähigkeit zu eigener empirischer Arbeit und vieles mehr. Damit, dass mein Vortrag dabei nicht nur auf Zustimmung, sondern ebenfalls auf teils emotionale Gegenkritik stieß, hatte ich gerechnet. Dennoch war ich froh, meine Überlegungen auf einer der wichtigsten Fachtagung der deutschsprachigen Philosophie vortragen zu können.


Gesellschaftspolitische Aspekte des Maschinenlernens

In Schwäbisch Gmünd sprach ich zuletzt vor Mitarbeitern des Baden-Württembergischen Innenministeriums über gesellschaftspolitische und technikethische Implikationen des maschinellen Lernens. Die gesellschaftlichen Folgen des Technikeinsatzes sind umfassend – sie reichen von durch Social-Media-Plattformen geförderten politischen Radikalisierungsprozessen über algorithmische Diskriminierung bis hin zu neuartigen militärischen Bedrohungsszenarien. Das Thema ist und bleibt hochrelevant.

Nochmal künstliche Intelligenz

Das Thema künstliche Intelligenz beschäftigt Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zur Zeit gleichermaßen intensiv. Dabei war ich erneut eingeladen, um über ethische Aspekte des Einsatzes und der Entwicklung von KI-Systemen vorzutragen – diesmal beim Industrieausschuss der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart. Mein Eindruck aus der anschließenden Diskussion war, dass insbesondere die Potentiale bei der Technologieentwicklung in China Auslöser von Bedenken sind. Und tatsächlich ist davon auszugehen, dass, sollte einmal so etwas wie eine starke oder generelle künstliche Intelligenz entwickelt werden, dies in China passieren wird – weil dort die größten Datenmengen vorliegen und Datenschutzgesetze rar sind.

Neuer Aufsatz zum Thema Privatheit

Unter dem Titel Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt ist im Springer-Verlag ein neuer Sammelband erschienen, zu welchem ich einen Aufsatz beisteuern durfte. In diesem gehe ich der Frage nach, inwiefern Privatheit als ambivalentes Phänomen betrachtet werden kann. Auf der einen Seite sichert Privatheit wichtige gesellschaftliche Grundgüter ab, auf der anderen Seite dient sie der Verschleierung von moralisch relevanten Normverletzungen, der Unterdrückung oder der Entpolitisierung bestimmter Handlungen.  Privatheit, so meine Argumentation, muss einerseits als hoher Wert gesehen werden, welcher andererseits jedoch nicht ausschließlich positiv betrachtet werden darf.


Neuer Aufsatz über strategische Kommunikation

Im Nomos-Verlag ist ein neues Buch mit dem Titel Die Macht der Strategischen Kommunikation erschienen, in welchem auch ein Aufsatz von mir enthalten ist. In dem Aufsatz mit dem Titel „Soziale Bewegungen und strategische Kommunikation – Ethische Dilemmata des Medienhandelns“ gehe ich der Frage nach, inwiefern NGOs sich Methoden der strategischen Kommunikation bedienen dürfen, obgleich diese aus diskursethischer Perspektive betrachtet als fragwürdig erachtet werden können. Tatsächlich meine ich, dass immer dann, wenn es um den Einsatz für fundamentale moralische Grundgüter wie beispielsweise das Recht auf Leben und Unversehrtheit geht, die Benutzung von Mitteln der strategischen Kommunikation gerechtfertigt sind, um effektiv kommunizieren und Persuasionspotentiale entfalten zu können.