Design und Medienwirkungen bei Social Media Plattformen

Unternehmen wie Facebook, Twitter oder YouTube, welche einschlägige Social-Media-Plattformen betreiben, möchten nach außen hin den Anschein erwecken, ihre Mission bestünde darin, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, Menschen zu vernetzen oder ihnen die Möglichkeit zu geben, Ideen oder Informationen zu teilen. Faktisch aber sind die wesentlichen Handlungsziele, welche die genannten Organisationen verfolgen, primär ökonomischer Natur. Demnach richten sich auch die Entscheidungen, welche das Design beziehungsweise die algorithmische Gestaltung der betriebenen Plattformen ausmachen, an ökonomischen Zielgrößen aus. Dies hat aufgrund der immensen Macht, welche die benannten Plattformen beispielsweise über die Gestaltung des öffentlichen Diskurses oder die politische Lage von Gesellschaften haben, in den letzten Jahren zu einigen durchaus als sehr negativ zu bewertenden gesellschaftlichen Entwicklungen geführt, welche es abzuwenden gilt. Um dies zu erreichen, liegt es nahe, das Design der Plattformen zu verändern, sodass sich auch ein anderes Nutzerverhalten manifestieren kann. Dies jedoch bedeutet gleichzeitig, dass bisherige Datenökonomiemodelle gewisse Einschränkungen erfahren. Eine solche Einschränkung ist angesichts der immensen gesamtgesellschaftlichen Medienwirkungen, welche die genannten Plattformen zeitigen, dringend geboten. Wie mit einem verbesserten Plattformdesign aktuelle Probleme rund um digitale soziale Netzwerke adressiert werden können, soll im Folgenden überblicksartig konkretisiert werden. „Design und Medienwirkungen bei Social Media Plattformen“ weiterlesen

Filmgespräch zu The Cleaners

Am Wochenende war ich beim Silbersalz-Festival eingeladen zu einem Filmgespräch zusammen mit Christian Beetz, dem Produzenten der Dokumentation „The Cleaners“. Der Film porträtiert Menschen, welche als Content Moderatoren dafür zuständig sind, Inhalte, welche gegen die Community-Richtlinien der digitalen sozialen Netzwerke verstoßen, aus selbigen zu entfernen. Dies heißt, täglich mit einer gigantischen Anzahl an verstörenden Bildern und Videos in Kontakt zu kommen. Dementsprechend bedeutet der Beruf des Content Moderators extreme psychische Belastungen. Problematisch ist allerdings auch, dass die Content Moderation zu einem „overblocking“ neigt, also die Tendenz hat, dass auch legitime künstlerische, satirische oder kritische Inhalte entfernt werden, obwohl diese eigentlich einen wertvollen Beitrag zum öffentlichen Diskurs bedeuten würden. Wer sich für den gut gemachten Film interessiert, kann hier einen Trailer sehen.