Aktuelle Presse

Zuletzt wurde in diversen Zeitungen eine dpa-Meldung veröffentlicht, in der ich vor KI-gestützter Gesichtsanalyse warne – etwa hier, hier oder hier. Da dies wie Science Fiction klingt und ich mich dabei unter anderem auf eine Forschungsarbeit beziehe, deren Veröffentlichung erst wenige Tage zurück liegt, verlinke ich anbei entsprechende Hintergrundinformationen. Der Aufsatz zur Gesichtserkennung im Hinblick auf die politische Neigung kann hier nachgelesen werden, der Aufsatz zur probabilistischen Detektion der sexuellen Orientierung hier oder, als Replikationsstudie, hier. Weitere Paper gibt es etwa hier oder, als abschreckendes Beispiel für methodisch unzureichende und damit irreleitende Forschung, hier. Aus den Aufsätzen sollte allerdings nicht der Eindruck entstehen, es könnten beliebige Merkmale aus Gesichtern „herausgelesen“ werden. Tatsächlich ist es etwa umstritten, wie zuverlässig vergleichsweise einfache Anwendungen wie etwa die Emotionserkennung überhaupt funktionieren, wie in diesem einschlägigen Aufsatz nachgelesen werden kann. Es ist also durchaus kompliziert…

Privatheit in Zeiten lernender Maschinen

Man stelle sich vor, man liefe an einer Überwachungskamera vorbei und eine Software analysierte allein anhand von Gesichtszügen die eigene sexuelle Orientierung, die Neigung zu kriminellen Handlungen, politische Überzeugungen oder wie vertrauenswürdig, dominant oder intelligent man wirkt. Dies klingt wie Science-Fiction. Ist es aber nur bedingt. Denn tatsächlich entstehen durch die Möglichkeiten moderner Technologien des Maschinenlernens beziehungsweise der künstlichen Intelligenz ungeahnte Möglichkeiten der Datenauswertung. Die Gesichtsanalyse ist dabei nur ein Bereich von vielen. „Privatheit in Zeiten lernender Maschinen“ weiterlesen