Kunst als Langeweile

„Zur Selbstverständlichkeit wurde, daß nichts, was die Kunst betrifft, mehr selbstverständlich ist, weder in ihr noch in ihrem Verhältnis zum Ganzen, nicht einmal ihr Existenzrecht.“ (Adorno, Ästhetische Theorie, FfM 1970, S. 9)

Kunst hat es schwer. Adorno eröffnet die Ästhetische Theorie nicht grundlos mit jenen pessimistischen Worten. Als ein Medium unter vielen bietet Kunst nur sehr zurückhaltend Chancen für Anschlusskommunikation. Für manche Kunstwerke wird allein noch durch Museen eine Plattform geschaffen. Zur Folge hat dies, dass ästhetische Theorien zur Legitimation von Kunst diese als sozial funktionslos beschreiben, um so tun zu können, als sei Kunst das letzte soziale Reservoir für moralische Integrität.

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