Klickarbeit

In diesem Jahr hatte ich bereits einiges Pech bei der Zusammenarbeit mit Medien. Ein Beispiel: Das Magazin „Technology Review“ sagte mir vor vielen Monaten, als das Thema noch kaum präsent war, zu, einen Text über prekäre Labelarbeit im Kontext der Entwicklung von KI-Systemen zu veröffentlichen. Als der Text dann im Juli endlich erscheinen sollte, wird das Thema plötzlich an eine Journalistin abgegeben, die einen neuen Artikel schreibt. In diesem sind zwar noch Interviewschnipsel von mir erhalten, mehr aber nicht. Der Artikel kann hier (kostenpflichtig) nachgelesen werden. Meinen ursprünglichen Text gibt’s in meinem Blog.

Medienpsychologie und Smartphones

An einer Schule in München habe ich vor den Schülern der 11. und 12. Klassen einen Vortrag über die medienpsychologischen Hintergründe des Gebrauchs von Smartphones und Social-Media-Plattformen gehalten. Da es mir stets ein Anliegen ist, wissenschaftliche Erkenntnisse auch in nicht-akademischen Kontexten teilen zu können, hat mich die Einladung nach München sehr gefreut.

Sauberer Sport und hybride Athleten

Offensichtlich flächendeckendes Doping im Leistungs- und Hochleistungssport kann die Forderungen nach einem „sauberen“ Sport nicht eindämmen. Auf die Differenz von „sauberem“ und „unsauberem“ Sport wird der Moralcode gut/schlecht appliziert. Nur ein Sport, welcher als „sauber“ gilt, darf damit rechnen, weiterhin von Sponsoren, Medien und großen Publikumsmassen getragen zu werden. Doch hinter der Ideologie des „sauberen“ Sports steckt ein Ensemble von Denkschemata, welche – gelinde gesagt – als unzeitgemäß gelten dürfen. Längst zieht sich ein Netz von Assoziationen zwischen Mensch und Medizin bzw. Mensch und Chemie durch die Gesellschaft, welches die Kategorie des Humanen überhaupt in Frage stellt. „Sauberer Sport und hybride Athleten“ weiterlesen