Jeder Meter steht für zehn Tiere

Ich habe mich mit veganer Spinatlasagne gedopt und bin mal wieder Fahrrad gefahren. 500 Kilometer am Stück durch Baden-Württemberg, 17 Stunden Dampf aufs Pedal, ohne Pause. Dabei war der Anlass ein ernster. Jeder Meter der Tour soll für zehn geschlachtete Tiere stehen. Über fünf Millionen Tiere (Vögel nicht mit einberechnet) werden nämlich alleine in Baden-Württemberg pro Jahr industriell für die Fleischproduktion getötet. Wie das realistischerweise aussieht, sieht man, wenn man versteckte Kameras in Schlachthöfen an die Decke klebt. Tierschutzorganisationen bringen inzwischen fast monatlich Bilder an die Öffentlichkeit, zuletzt etwa diese oder diese. Aber das, was auf den Bildern zu sehen ist, kann verhindert werden. Und dass eine Ernährung ohne Tierprodukte nicht nur Leben rettet, sondern auch für sportliche Höchstleistung prädestiniert, wollte ich mit der Runde durch Baden-Württemberg zeigen. Der SWR hat die Aktion begleitet. Den Beitrag dazu poste ich separat. Einen kleinen Zeitungsartikel gibt es hier.


Bewertung von Tierschutzstandards in Deutschland

Zuletzt habe ich im Auftrag von EC21, einem Beratungsunternehmen aus Südkorea, welches mit dem südkoreanischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländlichen Raum kooperiert, eine kurze Expertise geschrieben, in welcher ich nach meiner Einschätzung über Tierschutzstandards, die Tierschutzgesetzgebung, mögliche diesbezügliche Verbesserungen sowie Lebensmittelskandale in Deutschland befragt wurde. Der Bericht kann hier eingesehen werden, allerdings ist er lediglich in südkoreanischer Sprache veröffentlicht worden.