Zur Lage der Neuphilologien

Derrida hat in seinen paralogischen Untersuchungen dafür plädiert, die Differenz zwischen Literaturkritik und Literatur einzuebnen. Derrida verabschiedet, stellvertretend scheinbar für die gesamte akademische Neuphilologie, diskursive Standards wissenschaftlicher Argumentationspraxis, um beide Diskurse – Literaturkritik und Literatur – unter Absehung jeglicher forschungspragmatischer Rücksicht als bloße Formen des Schreibens zu interpretieren. Die von Derrida vorgenommene Überverallgemeinerung der poetischen und rhetorischen Sprachfunktion scheint zum Diskursmodell einer gesamten Universitätsdisziplin geworden zu sein.  „Zur Lage der Neuphilologien“ weiterlesen