VR Festival

In Hamburg fand zuletzt das VRHAM! statt, ein Festival zum Thema VR und Kunst. Ich wurde eingeladen, bei einer Podiumsdiskussion mitzuwirken, bei der es um die gesellschaftlichen Folgen des Technologieeinsatzes ging. Auffällig ist, dass der VR-Hype inzwischen abgeklungen ist. Die Technologie befindet sich in einer langsamen Evolution, bei der kleine, fast unmerkliche Fortschritte – wie sie etwa an der jüngst erschienenen Oculus Quest abgelesen werden können – dazu führen, dass VR sukzessive alltagstauglicher und benutzerfreundlicher wird.


AR/VR-Konferenz

Für meinen letzten Vortrag bin ich einer Einladung an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck zur MWB 2019 „Augmentierte und virtuelle Wirklichkeiten“ gefolgt und habe nochmals darüber gesprochen, inwiefern gemeinnützige Initiativen VR-Technologien und immersive Medieninhalte für pro-soziale Zwecke nutzen können. Kritisch gesehen wird dabei häufig, dass VR-Medien ein illegitimes „Überwältigungs-Moment“ ausnutzen, was in meinen Augen jedoch insofern relativiert werden muss, als dass die allgemeinen Bedingungen aktueller Aufmerksamkeitsökonomien es geradezu notwendig machen, sich auf starke Medienwirkungen zu fokussieren, um bestimmte (pro-soziale, moralisch gerechtfertigte) Anliegen verfolgen zu können. Dies bedeutet nicht, dass Immersion Reflexion gänzlich ersetzen soll – je nach Kontext haben beide Seiten ihre Rechtfertigung.


Zuletzt…

… ist es durch aktuelle Schreibarbeiten etwas ruhiger geworden. Dennoch ist zwischenzeitlich ein Artikel zum Thema Virtual Reality, erschienen sowie ein nicht kostenlos einsehbares Interview zusammen mit meiner Kollegin Dr. Jessica Heesen in der Regionalpresse über Social Scoring. Ferner wurde ich Mitglied einer Abteilung der International Electrotechnical Commission (IEC), die sich u.a. mit ethischen Fragen von KI-Sytemen auseinandersetzt.

Digitalisierung in Museen

Im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven habe ich im Rahmen eines Vortrags und einer Podiumsdiskussion abermals über Virtual-Reality-Technologien gesprochen – diesmal über den Einsatz derselben in Museen. Zu bedenken gilt es dabei insbesondere, dass digitale Exponate nicht nur bar der Benjaminschen „Aura“ sind, sondern auch, dass sie dazu tendieren, Phantasie zu unterdrücken. Umgekehrt bieten VR-Technologien die Möglichkeit, Erfahrungen ins Museum zu holen, welche anderweitig unmöglich realisierbar wären.


Virtual-Reality-Datenbrillen als Werkzeug für NGOs

Im schönen Wien habe ich beim 2. NPO Communication Summit einen Vortrag darüber gehalten, inwiefern NGOs Virtual-Reality-Datenbrillen sowie entsprechende immersive Medieninhalte für sich nutzen können. Tatsächlich denke ich, dass die VR-Technik aufgrund ihrer starken Medienwirkungen sehr gut dafür eingesetzt werden kann, um Menschen für Situationen zu sensibilisieren, zu denen sie anderweitig keinen „realistischen“ Zugang hätten. Hierbei darf man das Missbrauchspotential der Technologie freilich nicht aus den Augen verlieren. Dessen ungeachtet zeichnet sich ab, dass immer mehr NGOs die Möglichkeiten immersiver Medieninhalte für sich entdecken und erfolgreich einsetzen.