Interview zu Fake-Videos

In den zwölf Kirchenzeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse erschien jüngst nochmals ein Artikel mit einem Interview von mir, in welchem ich über Fake-Videos befragt wurde. Leider kann ich den Artikel hier nicht verlinken, da er nicht frei online einsehbar ist – das Interview erschien lediglich in den jeweiligen Printausgaben mit der Nummer 28.

Artikel in der SZ über Fake-Medien

Fake-News stellen ein ernstzunehmendes Problem für die politische Debattenkultur und das Funktionieren der Demokratie dar. Dabei sind die aktuellen Desinformationskampagnen erst der Auftakt eines Problems, welches sich massiv verschärfen wird, wenn Falschmeldungen sich nicht mehr, wie bislang, in Form von Texten, sondern als täuschend echte Videos oder Audios verbreiten. Solche Fake-Medien werden die Gesellschaft vor bislang ungeahnte Herausforderungen stellen. Zu diesem Thema ist jüngst ein Artikel von mir in der Süddeutschen Zeitung erschienen, welcher hier nachgelesen werden kann.

Fake-News als alter Traum der Wissenschaft

Innerhalb der Medienethik stellt der Konstruktivismus ein bedeutendes Theoriemodell dar. Bis vor nicht allzu langer Zeit wurden Konstruktivisten nicht müde, zu betonen, dass es eine Pluralität an Wirklichkeitskonstruktionen und -entwürfen bedürfe. Damit wurde eine starke Opposition eingenommen zu einer Position, welche davon ausgeht, es gäbe so etwas wie eine allgemeine Wahrheit. Demokratie lebt, schrieb Bernhard Pörksen noch im Jahr 2014, „von alternativen, von konkurrierenden Wirklichkeitsentwürfen, die nicht verabsolutiert werden dürfen.“ (Pörksen, Konstruktivismus. Medienethische Konsequenzen einer Theorie-Perspektive. Wiesbaden 2014, S. 18).

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