Aufsatz über Vernetzung und Informationssicherheit

In meinem neu erschienenen Aufsatz mit dem Titel „Vernetzung oder Informationskontrolle“ analysiere ich das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem ungebrochenen Trend zur Vernetzung von immer mehr technischen Artefakten einerseits sowie den gleichzeitig erhobenen Forderungen nach Informationssicherheit andererseits. Der Vernetzungstrend scheint eine Entwicklung abzubilden, welche in ihrer Stoßrichtung quasi nicht mehr aufzuhalten ist. Dabei schafft genau dieser Trend nicht nur Vorteile für die elektronische Telekommunikation, sondern gleichzeitig auch massive Vulnerabilitäten im Bereich der Informationssicherheit, des Daten- sowie Privatheitsschutzes. Die Tatsache, dass man nicht sinnvollerweise eine Steigerung der Interkonnektivität fordern und gleichzeitig dasselbe Datenschutzniveau erhalten kann, wird in den Diskussionen um den digitalen Wandel häufig ausgeblendet.


Zweite Podiumsplatzierung

Nachdem ich gestern bereits die Schönbuch Trophy gefahren bin, wollte ich mir beim heutigen MTB Event Veringendorf, auch wenn mir dies nicht wirklich liegt, nur die Kurzstrecke antun. Dort belegte ich den dritten Platz in meiner Klasse. Von den etwas weniger als hundert Startern wurde ich insgesamt sechster.

Podium verpasst

Bei der diesjährigen Ausgabe der Schönbuch Trophy wurde ich in meiner Klasse vierter. Insgesamt belegte ich von den über 300 Startern den 19. Platz. Gewonnen wurde das Rennen wie gewohnt von Jochen Käs.

Machine Learning in Unternehmen

In Berlin war ich im IG-Metall-Haus zu einem Workshop zu Smart Data und künstlicher Intelligenz eingeladen. Im Workshop wurden technische, ökonomische und ethische Aspekte von durch künstliche Intelligenz gestützten Systemen in Unternehmen beleuchtet. Besonders gut gefallen hat mir ein Vortrag von Jens Südekum, in welchem er deutlich machte, dass die gemeinhin geäußerten Befürchtungen, Roboter würden den Menschen ihre Arbeitsplätze „wegnehmen“, ziemlich aus der Luft gegriffen sind. Ich für meinen Teil habe unter anderem darüber gesprochen, dass Technikethik im Kontext von KI-Systemen weniger bedeutet, die Entwicklung derselben irgendwie in Abgleich zu bringen mit den Grundsätzen klassische Ethiktheorien, sondern dass es vielmehr um Charakterdispositionen geht, mit denen Technikentwickler ausgestattet werden sollten, sodass sie in die Lage versetzt werden, ihre Tätigkeit auch und gerade unter den Bedingungen bedingter Zurechenbarkeit von Verantwortung kritisch zu hinterfragen.

Nochmal künstliche Intelligenz

Das Thema künstliche Intelligenz beschäftigt Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zur Zeit gleichermaßen intensiv. Dabei war ich erneut eingeladen, um über ethische Aspekte des Einsatzes und der Entwicklung von KI-Systemen vorzutragen – diesmal beim Industrieausschuss der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart. Mein Eindruck aus der anschließenden Diskussion war, dass insbesondere die Potentiale bei der Technologieentwicklung in China Auslöser von Bedenken sind. Und tatsächlich ist davon auszugehen, dass, sollte einmal so etwas wie eine starke oder generelle künstliche Intelligenz entwickelt werden, dies in China passieren wird – weil dort die größten Datenmengen vorliegen und Datenschutzgesetze rar sind.

Roundtable zum Thema künstliche Intelligenz

Zusammen mit der Rechtswissenschaftlerin Melinda Lohmann und dem Informatiker Sebastian Huhn war ich in Berlin zu einem Roundtable der Stiftung Mercator eingeladen, bei welchem wir mit verschiedenen Vertretern aus der Politik über künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen diskutiert haben. Unabhängig von den Überlegungen über potentielle utopische oder dystopische Zukunftsszenarien rund um die vermeintliche Entstehung einer generellen künstlichen Intelligenz war es mir dabei wichtig, zu betonen, dass man sich auf aktuelle und konkrete Probleme rund um spezielle KI-Systeme konzentrieren sollte, da diese bereits schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Gesellschaft besitzen.


Neuer Aufsatz zum Thema Privatheit

Unter dem Titel Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt ist im Springer-Verlag ein neuer Sammelband erschienen, zu welchem ich einen Aufsatz beisteuern durfte. In diesem gehe ich der Frage nach, inwiefern Privatheit als ambivalentes Phänomen betrachtet werden kann. Auf der einen Seite sichert Privatheit wichtige gesellschaftliche Grundgüter ab, auf der anderen Seite dient sie der Verschleierung von moralisch relevanten Normverletzungen, der Unterdrückung oder der Entpolitisierung bestimmter Handlungen.  Privatheit, so meine Argumentation, muss einerseits als hoher Wert gesehen werden, welcher andererseits jedoch nicht ausschließlich positiv betrachtet werden darf.


Digitalisierung in Museen

Im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven habe ich im Rahmen eines Vortrags und einer Podiumsdiskussion abermals über Virtual-Reality-Technologien gesprochen – diesmal über den Einsatz derselben in Museen. Zu bedenken gilt es dabei insbesondere, dass digitale Exponate nicht nur bar der Benjaminschen „Aura“ sind, sondern auch, dass sie dazu tendieren, Phantasie zu unterdrücken. Umgekehrt bieten VR-Technologien die Möglichkeit, Erfahrungen ins Museum zu holen, welche anderweitig unmöglich realisierbar wären.


Virtual-Reality-Datenbrillen als Werkzeug für NGOs

Im schönen Wien habe ich beim 2. NPO Communication Summit einen Vortrag darüber gehalten, inwiefern NGOs Virtual-Reality-Datenbrillen sowie entsprechende immersive Medieninhalte für sich nutzen können. Tatsächlich denke ich, dass die VR-Technik aufgrund ihrer starken Medienwirkungen sehr gut dafür eingesetzt werden kann, um Menschen für Situationen zu sensibilisieren, zu denen sie anderweitig keinen „realistischen“ Zugang hätten. Hierbei darf man das Missbrauchspotential der Technologie freilich nicht aus den Augen verlieren. Dessen ungeachtet zeichnet sich ab, dass immer mehr NGOs die Möglichkeiten immersiver Medieninhalte für sich entdecken und erfolgreich einsetzen.


Bewertung von Tierschutzstandards in Deutschland

Zuletzt habe ich im Auftrag von EC21, einem Beratungsunternehmen aus Südkorea, welches mit dem südkoreanischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländlichen Raum kooperiert, eine kurze Expertise geschrieben, in welcher ich nach meiner Einschätzung über Tierschutzstandards, die Tierschutzgesetzgebung, mögliche diesbezügliche Verbesserungen sowie Lebensmittelskandale in Deutschland befragt wurde. Der Bericht kann hier eingesehen werden, allerdings ist er lediglich in südkoreanischer Sprache veröffentlicht worden.

Vortrag über Medienkompetenz

Meistens haben Dienstreisen ja eher wenig mit schönen Naturerlebnissen zu tun, aber manchmal geht das eine mit dem anderen einher. Ich hatte die Gelegenheit, am schönen Sylvensteinstausee bei Sonnenschein und angenehmen minus fünfzehn Grad eine kurze Wanderung zu machen, um anschließend bei einer Tagung über Medienkompetenz zu sprechen. Dabei habe ich unter anderem betont, dass sich Einzelpersonen, mögen sie noch so medienkompetent sein, niemals effektiv gegen alle Risiken digitaler Medien schützen können. Medienkompetenz hilft dabei, Medieninhalte sinnvoll zu gestalten, Datenschutzeinstellungen zu bedienen oder psychologische Medienwirkungen reflektieren zu können, aber es ändert wenig an Sachverhalten wie dem Social Sorting, dem Micro-Targeting, dem Profiling et cetera. Medienkompetenz ist wichtig, es darf jedoch nicht als „Allheilmittel“ des digitalen Wandels gesehen werden.


Neuer Aufsatz über strategische Kommunikation

Im Nomos-Verlag ist ein neues Buch mit dem Titel Die Macht der Strategischen Kommunikation erschienen, in welchem auch ein Aufsatz von mir enthalten ist. In dem Aufsatz mit dem Titel „Soziale Bewegungen und strategische Kommunikation – Ethische Dilemmata des Medienhandelns“ gehe ich der Frage nach, inwiefern NGOs sich Methoden der strategischen Kommunikation bedienen dürfen, obgleich diese aus diskursethischer Perspektive betrachtet als fragwürdig erachtet werden können. Tatsächlich meine ich, dass immer dann, wenn es um den Einsatz für fundamentale moralische Grundgüter wie beispielsweise das Recht auf Leben und Unversehrtheit geht, die Benutzung von Mitteln der strategischen Kommunikation gerechtfertigt sind, um effektiv kommunizieren und Persuasionspotentiale entfalten zu können.


Neue Webseite

Nach ein bisschen Bastelei ist sie nun fertig, die eigene Webseite. Sinn und Zweck des Ganzen ist nicht nur, dass ich dadurch mehr über die Funktionsweise der „Maschinenräume“ des Internets lerne, sondern auch, eine Art Archiv über einen Teil meiner Tätigkeiten zu haben. Ergänzt wird das Ganze durch einen Blog, den ich ab und an mit Inhalten bespielen werde, sowie ein paar Beiträge über aktuelle Ereignisse.