Radiobeitrag

Neulich wurde ich zur Frage interviewt, welches Wissen man eigentlich sinnvollerweise aus einem KI-System gewinnen kann und welches nicht. In der nun ausgestrahlten Sendung im Deutschlandfunk sind leider nur noch kleine Fragmente des Interviews enthalten. Insbesondere geht es darin um Systeme des maschinellen Lernens, die dazu eingesetzt werden, um vermeintlich kriminelle Neigungen anhand von Gesichtszügen zu erkennen. Die Seite zu Sendung kann hier eingesehen oder der Beitrag nachfolgend angehört werden.

Industriepartner in der KI-Forschung

In Tübingen insbesondere wird aufgrund des Cyber Valleys seit vielen Monaten lebhaft über die Rolle von Industriepartnern in der KI-Forschung diskutiert. Doch eine systematische, allgemeine Untersuchung des Feldes fehlt – bis jetzt. Zusammen mit Kristof Meding habe ich ein Paper geschrieben, das das Verhältnis zwischen Industrie- und öffentlicher KI-Forschung untersucht, anhand einer Auswertung von knapp 11.000 Papern Interessenkonflikte beleuchtet und weitere Bereiche wie etwa die Frage nach den Treibern wissenschaftlichen Fortschritts analysiert. Der Aufsatz, der einige wirklich interessante Erkenntnisse enthält, kann als Preprint hier eingesehen werden. Eine Kurzpräsentation der Ergebnisse gibt es ferner hier.

Corona-Pausen

Für Leistungssportler bedeutet die aktuelle Situation, dass Training zum Selbstzweck wird. Für den September sind immerhin ein paar Radrennen angekündigt. Um sich in seiner Motivation von selbigen nicht allzu abhängig zu machen, kann man sich selbst Herausforderungen setzen. Und was wäre da besser geeignet, als Ultralangdistanzen? Den Auftakt für dieses Jahr bildete für mich eine Tour in den Schwarzwald, die bewährte Tour an den Bodensee und eine Tour entlang der Donau.


Neues

Warum es auf meiner Webseite zuletzt etwas ruhig geworden ist, dürfte nicht viel Erklärung brauchen. Der durch die Corona-Krise bedingte Wegfall von öffentlichen Veranstaltungen beeinflusst auch meine Tätigkeiten. Was gibt es dennoch Neues? Mehrere Aufsätze sind in der Mache, ich habe an einem Report über die praktische Umsetzung von KI-Ethik mitgewirkt sowie an einem weiteren Report über KI Governance und ein Artikel über wissenschaftsethische Überlegungen zur KI-Forschung erschien auf golem.de.

Science Slam

Im ausverkauften Stuttgarter Theaterhaus fand jüngst die diesjährige Ausgabe des Science Slams statt, zu dem neben anderen tollen Slammern auch ich eingeladen wurde. Es war mein erster Auftritt dieser Art – und es war ein ziemlicher Spaß! Nicht nur wegen des großartigen, riesigen Publikums von knapp tausend Menschen, sondern auch, weil ich es irgendwie geschafft habe, den Slam zu gewinnen…


Neuer Aufsatz

In „Minds and Machines“ ist jüngst mein Aufsatz „The Ethics of AI Ethics“ erschienen, in welchem ich eine Zusammenfassung und normative Analyse von Richtlinien zur KI-Ethik sowie eine generelle Kritik des damit verbundenen Diskurses durchgeführt habe. Der Aufsatz kann unter folgendem Link nachgelesen werden.

Stellenausschreibung

Vorbehaltlich der endgültigen Förderzusage werde ich ab 01.04.2020 ein Forschungsprojekt leiten, zu dem man sich noch bis zum 17. Februar 2020 bewerben kann. Du passt zum Profil der Stelle, bist motiviert für eine wissenschaftliche Karriere und hast Lust auf eine Zusammenarbeit mit mir? Dann schick mir deine Bewerbungsunterlagen! Weitere Details können unter diesem Link hier eingesehen werden.

Veranstaltungen 2019

Zum Ende des Jahres blicke ich auf knapp vierzig beruflich und außerberuflich besuchte Veranstaltungen zurück, auf denen ich zu verschiedenen Themen vortragen und diskutieren durfte. Ich bedanke mich für die zahlreichen Einladungen, die ich erhalten habe, unter anderem zu den Webdays, zu Amazon, zur Berlin Science Week, zum CERN, an die Universität Hong Kong, zu den Französischen Filmtagen, zur IHK, aber auch zu Schulen, FSJ-Gruppen, politischen Initiativen und vielen mehr.


No Access statt Open Access

Mein jüngster Aufsatz ist erschienen. Er kann als Preprint auf arXiv unter diesem Link eingesehen werden. Der Aufsatz ist eine Antwort auf aktuelle Forderungen zu veränderten Publikationsnormen in der Forschung zu Anwendungen des maschinellen Lernens, welche ein erhöhtes Dual-Use-Potential besitzen. Im Aufsatz argumentiere ich, dass Publikationsrestriktionen, wie sie bereits in der IT-Sicherheits- oder der Biotechnologieforschung verankert sind, sich ebenfalls im Bereich des maschinellen Lernens etablieren und anstelle einer generellen Mentalität des Open Access treten müssen. Zweck dieser Restriktionen wäre es, Missbrauchsszenarien beispielsweise bei der KI-gestützten Audio-, Video- oder Texterzeugung, bei Persönlichkeitsanalysen, Verhaltensbeeinflussungen, der automatisierten Detektion von Sicherheitslücken oder anderen Dual-Use-Anwendungen einzudämmen. Im Aufsatz nenne ich Beispiele für bereichsspezifische Forschungsarbeiten, die aufgrund ihres Gefahrenpotentials nicht oder nur teilweise veröffentlicht wurden. Zudem diskutiere ich Strategien der Governance jenes „verbotenen Wissens“ aus der Forschung.

Aufsatz zur Post-Privacy

Im Rahmen meiner Arbeiten zum Thema Privatheit ist jüngst ein weiterer Aufsatz in dem von Hauke Behrendt und Kollegen herausgegebenen Sammelband „Privatsphäre 4.0“ erschienen, welcher hier mit entsprechendem Uni-VPN eingesehen werden kann.


Ende der Rennsaison

Es war nicht die beste Saison, dennoch konnte ich konstant und ohne schlimmere Stürze oder Verletzungen gute Ergebnisse einfahren. Zum Saisonabschluss standen die MTB-Challenge Illmensee und die ALB GOLD Trophy auf dem Programm, bei denen ich den 6. Gesamt- bzw. den 5. Platz der Altersklasse erlangte. Danke an mein Team und insbesondere an Michael für die Unterstützung und Begleitung durch die Saison!


Klickarbeit

In diesem Jahr hatte ich bereits einiges Pech bei der Zusammenarbeit mit Medien. Ein Beispiel: Das Magazin „Technology Review“ sagte mir vor vielen Monaten, als das Thema noch kaum präsent war, zu, einen Text über prekäre Labelarbeit im Kontext der Entwicklung von KI-Systemen zu veröffentlichen. Als der Text dann im Juli endlich erscheinen sollte, wird das Thema plötzlich an eine Journalistin abgegeben, die einen neuen Artikel schreibt. In diesem sind zwar noch Interviewschnipsel von mir erhalten, mehr aber nicht. Der Artikel kann hier (kostenpflichtig) nachgelesen werden. Meinen ursprünglichen Text gibt’s in meinem Blog.

Wieder zur Höfats

Da meine bisherigen Höfats-Artikel aus irgendeinem Grund sehr gute Aufrufzahlen haben, folgt hier ein weiterer, in dem ich von meiner letzten Überschreitung mit der Variante über den Reitgrat berichten kann. Bei der Überschreitung vom West- zum Ostgipfel wird der Reitgrat zumeist unterhalb umgangen, man kann aber mit entsprechendem Nervenkostüm auch direkt über ihn hinwegklettern. Dazu folgt man in der Scharte zwischen West- und Mittelgipfel entweder den leichten Trittspuren direkt am Grat – oder man klettert, von Richtung Gufel kommend, über die extrem steile südseitige Grasrippe von unten an den Grat heran. Auf dem Reitgrat kann man sich, wie auf dem Foto gezeigt, tatsächlich nur sitzend fortbewegen, während rechts und links die Bergflanken steil abfallen. Hier sollte man eine stabile Hose besitzen. Nach dem Reitgrat folgt ein weiterer ausgesetzter Kletteraufschwung im dritten Grad, bei dem man sich einige Zeit lassen muss, um die wenigen möglichen Tritte und Griffe im Fels zu finden. Alles in allem gehört die Höfats-Überschreitung, zumal in der Variante mit dem Reitgrat, vermutlich zu den eindrucksvollsten und schönsten Touren, die man – entsprechende Erfahrung vorausgesetzt – in den Allgäuer Alpen erleben kann.


Neuer Aufsatz

Zuletzt erschien in einem Sammelband ein neuer Aufsatz, in dem ich beschreibe, wie Veränderungen im Design von Benutzeroberflächen einschlägiger Social Media Plattformen aussehen könnten, um eine Reihe an negativen Medienwirkungen – sei dies die starke Verbreitung von Fake-News, die Erzeugung von suchtartiger Mediennutzung oder Kommunikationsstress – vermeiden oder reduzieren zu können. Der Aufsatz kann mit entsprechendem Uni-VPN hier oder via Sci-Hub hier nachgelesen werden.

Everesting

Wie angekündigt nochmals ein Post zum Everesting. Zwischenzeitlich ist ein kleiner Bericht im SWR Fernsehen erschienen, den ich unten eingebettet habe. Auch im Radio (SWR1/3/4, DASDING) wurde berichtet, allerdings haben die Sender keine Mediatheken, in der die Beiträge gespeichert sind. Einen Artikel in der Regionalpresse gibt es ebenfalls, dieser ist allerdings hinter der Paywall.

Everesting für den guten Zweck

Die Idee, die dem „Everesting“ zugrunde liegt, ist simpel: „[…] cycle up and down a hill until you’ve tallied 8,848m of ascent – the height of Mount Everest. The reality is a relentless endurance battle that’ll push you to your physical and mental limits.“ (redbull.com) Das musste ich natürlich ausprobieren. Gleichzeitig wollte ich die Unternehmung verknüpfen mit der Botschaft, dass eine vegane Ernährung nicht nur für die Erbringung sportlicher Höchstleistungen ideal ist. Mit ihr lässt sich zugleich immenses Tierleid verhindern, darüber hinaus ist sie eine der wichtigsten Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen. Ich freue mich, dass das Everesting so erfolgreich gelungen ist sowie über die mediale Begleitung, die ich währenddessen hatte. Danke auch an alle, die mich an der Strecke unterstützt haben! Links zu den Berichten poste ich später bzw. sobald sie erschienen sind.


Puh…

Für die Besten im Ultrasport ist es keine große Herausforderung, für mich als jemanden, der auf kürzere Belastungen spezialisiert ist, war es ziemlich heftig: 500 Kilometer mit dem Rennrad, an einem Stück. Morgens um 4 Uhr ging es los, die ersten 150 Kilometer nüchtern, mit Lampen und warmer Kleidung einmal das Neckartal Richtung Rottweil hoch und runter und zurück nach Hause, um dort einen guten Batzen Müsli zu verschlingen. Mit leichter Kleidung wieder ins Neckartal, dieselbe Strecke rauf und runter, mit einem Abstecher durchs Nagoldtal nach Pforzheim und zurück. 420 Kilometer hatte ich beisammen, bevor es wieder dunkel wurde – also zurück nach Hause und ein paar Kalorien und Flüssigkeit tanken. Die letzten 80 Kilometer dann erneut mit warmer Kleidung und Lampen durchs Neckartal in Richtung Nürtingen. In den späten Abendstunden, als die Straßen schon wie leergefegt waren, waren die 500 Kilometer dann endlich beisammen, nach über 18 Stunden. Im Rückblick auf die Tour und mit dem Wissen insbesondere um die mentalen Herausforderungen, die mit solchen Strecken verbunden sind, habe ich noch größeren Respekt vor den Leistungen von Fahrern wie Mark Beaumont, Pierre Bischoff, Fiona Kolbinger etc. gewonnen.


Ans Limit

Nachdem sich vergangenen Sonntag endlich ein regenfreier Tag ohne akute Hitze ergab, konnte ich mal wieder länger Fahrrad fahren. Für alle, die an Ultraradmarathons interessiert sind, hier meine Erfahrungen: 400 Kilometer sind meiner Meinung nach das Limit, was sich unter normalen Bedingungen ohne Lampen und warme Kleidung für die Nacht- oder frühen Morgenstunden machen lässt. Will man noch größere Distanzen zurücklegen, muss man, um die Temperatur- und Helligkeitsdifferenzen ausgleichen zu können, mit mehr Equipment fahren, welches einen wiederum verlangsamt. Erschöpfungssymptome äußern sich bei diesen Distanzen auf verschiedene Weise, verschwinden aber erstaunlicherweise wieder während der Fahrt. Ich hatte mein erstes Tief bereits nach 120 Kilometern, nur um dann ab Kilometer 160 richtig „aufdrehen“ zu können. Bei 310 Kilometern hatte ich die größte „Krise“ mit Kopfschmerzen, Atemproblemen und „streikender“ Muskulatur. Doch selbst das ging vorbei. Die letzten 50 Kilometer konnte ich ohne Beschwerden bei untergehender Sonne abspulen.


Neuer Aufsatz

Zuletzt erschien im Journal „Ethics and Information Technology“ mein neues Paper „From privacy to anti-discrimination in times of machine learning“. Das Paper liegt mir besonders am Herzen, da es versucht, zu zeigen, warum die Idee der informationellen Privatheit angesichts von Technologien wie dem maschinellen Lernen nahezu obsolet ist – ein Gedanke, der in der Privacy-Forschung häufig nicht zugelassen wird – und wir andere Formen des Identitätsschutzes gesellschaftlich etablieren müssen. Der Artikel kann hier (mit Uni-VPN) oder hier (ohne Uni-VPN) nachgelesen werden.

Erster Saisonsieg

Endlich hat es geklappt. Auf der Kurzstrecke des Heckengäu Bike Marathons konnte ich auf den ersten Platz in der Gesamtwertung fahren und meinen Sieg vom Vorjahr wiederholen. Nachdem ich nach etwa der Hälfte der Distanz durch einen Angriff am Anstieg etwas Abstand zu meinen Verfolgern gewinnen konnte, musste ich mich auf der matschigen Strecke ordentlich quälen, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Danke an die Veranstalter für das tolle Rennen!