Dynamic Pricing

Zuletzt war ich beim Munich Center for Internet Research und habe an einer Podiumsdiskussion über Dynamic Pricing mitgemacht. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung kann hier nachgesehen werden.

Sieg beim Heckengäu Bike Marathon

Endlich konnte ich in dieser Saison ein Rennen für mich entscheiden. Beim Heckengäu Bike Marathon fuhr ich circa bis zur Hälfte des Rennens in der vierköpfigen Spitzengruppe, bevor ich durch Tempoverschärfungen meine Konkurrenten abschütteln und das Rennen als erster beenden konnte.

Gesellschaftspolitische Aspekte des Maschinenlernens

In Schwäbisch Gmünd sprach ich zuletzt vor Mitarbeitern des Baden-Württembergischen Innenministeriums über gesellschaftspolitische und technikethische Implikationen des maschinellen Lernens. Die gesellschaftlichen Folgen des Technikeinsatzes sind umfassend – sie reichen von durch Social-Media-Plattformen geförderten politischen Radikalisierungsprozessen über algorithmische Diskriminierung bis hin zu neuartigen militärischen Bedrohungsszenarien. Das Thema ist und bleibt hochrelevant.

Interview zu Fake-Videos

In den zwölf Kirchenzeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse erschien jüngst nochmals ein Artikel mit einem Interview von mir, in welchem ich über Fake-Videos befragt wurde. Leider kann ich den Artikel hier nicht verlinken, da er nicht frei online einsehbar ist – das Interview erschien lediglich in den jeweiligen Printausgaben mit der Nummer 28.

Albstadt Bike Marathon

Nachdem die Rennen in dieser Saison bislang relativ erfolgreich verliefen, hatte ich beim Albstadt Bike Marathon ziemliches Pech. Kurz nach dem Start hatte ich einen Reifendefekt, auf der Hälfte des Rennens stürzte ich, dabei riss eine Speiche und das Schaltwerk wurde beschädigt. Mit defekter Schaltung und Knieschmerzen fuhr ich das Rennen nichtsdestotrotz zu Ende, schaffe es aufgrund der Zeitverluste aber lediglich auf den 45. Platz der über 2000 Starter. In meiner Altersklasse wurde ich zwar fünfter, dennoch hätte ich mir natürlich ein besseres Resultat erwünscht.

Risiken des maschinellen Lernens

Mit den Methoden des maschinellen Lernens werden derzeit mit konstanter Regelmäßigkeit neue Durchbrüche erzielt. Wenn dabei Anwendungen involviert sind, welche personenbezogene Informationen oder Verhaltensdaten erheben und verarbeiten, wird dies typischerweise als eine Bedrohung für den Privatheits- und Datenschutz der Betroffenen gesehen. Genau diesen Aspekt habe ich zuletzt in einem Vortrag an der Universität Darmstadt aufgegriffen und dabei Anwendungen insbesondere aus den Bereichen der Persönlichkeitsanalyse und Bilderkennung diskutiert. Ich habe jedoch in Frage gestellt, inwiefern der Ansatz, die erwähnten Anwendungen mit dem Verweis auf Privatheitsverletzungen zu kritisieren, überhaupt angemessen ist. Anstatt auf Privatheit zu referieren, um den Risiken des maschinellen Lernens zu begegnen, ist es, so meine These, notwendig, jenseits von Privatheitskonzepten auf die Idee der Diskriminierungsvermeidung zurückzugreifen. Privatheits- und Datenschutz erfordert immer individuelle Informationskontrolle. Durch das maschinelle Lernen jedoch werden die Möglichkeiten der individuellen Informationskontrolle massiv eingeschränkt. Im Vortrag habe ich dementsprechend dafür argumentiert, dass eine wirklich effektive Begegnung der Risiken des Maschinenlernens nur durch den Rückgriff auf Grundsätze der Anti-Diskriminierung erfolgen kann.

Filmgespräch zu The Cleaners

Am Wochenende war ich beim Silbersalz-Festival eingeladen zu einem Filmgespräch zusammen mit Christian Beetz, dem Produzenten der Dokumentation „The Cleaners“. Der Film porträtiert Menschen, welche als Content Moderatoren dafür zuständig sind, Inhalte, welche gegen die Community-Richtlinien der digitalen sozialen Netzwerke verstoßen, aus selbigen zu entfernen. Dies heißt, täglich mit einer gigantischen Anzahl an verstörenden Bildern und Videos in Kontakt zu kommen. Dementsprechend bedeutet der Beruf des Content Moderators extreme psychische Belastungen. Problematisch ist allerdings auch, dass die Content Moderation zu einem „overblocking“ neigt, also die Tendenz hat, dass auch legitime künstlerische, satirische oder kritische Inhalte entfernt werden, obwohl diese eigentlich einen wertvollen Beitrag zum öffentlichen Diskurs bedeuten würden. Wer sich für den gut gemachten Film interessiert, kann hier einen Trailer sehen.

Grasklettern

Nachdem ich letztes Jahr den Ostgrad der Gehrenspitze überschritten hatte, wollte ich diese sehr schöne und technisch anspruchsvolle Tour dieses Jahr nochmals wiederholen. Allerdings war das Unternehmen nicht von Erfolg gekrönt. Nachdem es tags zuvor, an welchem die eher einfache Überschreitung des Säulings (Foto) anstand, permanent geregnet hatte, war das Gras an der Gehrenspitze entsprechend nass und der Boden aufgeweicht, sodass weder Pickel noch Sohlen sicher Halt finden konnten. Die Kletterei im Steilgras des Ostgrats war für mein Empfinden dementsprechend zu riskant, sodass ich mich entschloss, die Überschreitung abzubrechen. Bergsteigen bedeutet eben auch, zu scheitern und mehrere Versuche zu benötigen.


Social-Media-Plattformen besser gestalten

Bei der 24-Stunden-Vorlesung, welche jüngst an der Universität Tübingen veranstaltet wurde, habe ich über Formen der designbasierten Verhaltensbeeinflussung bei Social-Media-Plattformen gesprochen. Insbesondere habe ich darauf abgezielt, zu beschreiben, wie man Benutzeroberflächen von digitalen sozialen Netzwerken besser gestalten könnte, um die problematischen Medienwirkungen, mit denen wir es derzeit zu tun haben, stärker eindämmen zu können. In Bälde wird eine Aufzeichnung des Vortrags verfügbar sein, welche ich an dieser Stelle noch verlinken werde.

Artikel in der SZ über Fake-Medien

Fake-News stellen ein ernstzunehmendes Problem für die politische Debattenkultur und das Funktionieren der Demokratie dar. Dabei sind die aktuellen Desinformationskampagnen erst der Auftakt eines Problems, welches sich massiv verschärfen wird, wenn Falschmeldungen sich nicht mehr, wie bislang, in Form von Texten, sondern als täuschend echte Videos oder Audios verbreiten. Solche Fake-Medien werden die Gesellschaft vor bislang ungeahnte Herausforderungen stellen. Zu diesem Thema ist jüngst ein Artikel von mir in der Süddeutschen Zeitung erschienen, welcher hier nachgelesen werden kann.

Wieder am Podium vorbei

Nach langer Zeit bin ich mal wieder ein Rennrad-Kriterium gefahren. Das Rennen in Hohenheim mit seinem kurzen Anstieg ist ein Kurs, den man trotz seiner Höhenmeter schnell fahren kann. Dennoch verblieb in der letzten Runde eine nur siebenköpfige Spitzengruppe. Beim Zielsprint kam ich schließlich auf den vierten Platz, verpasste damit also einmal mehr das Podium.

Interview zu Privatheit

Ich war Gast bei der Streaming-Konferenz „Netzpolitik und Demokratie“ der Bundeszentrale für politische Bildung und wurde zum Thema Privatheit befragt. Den Stream kann man hier bei Facebook nachschauen.

Ultraradmarathon

Nachdem ich am vergangenen Wochenende eine längere Tour nach Straßbourg unternommen habe, mir diese wirklich Spaß gemacht und keine übergebührlichen Anstrengungen gekostet hat, habe ich Lust bekommen, bei entsprechenden Langstreckenrennen zu starten. Mal schauen, was diesbezüglich die Zukunft bringt. Als nächstes will ich vorerst ausprobieren, wie sich 300 Kilometer auf die Beine auswirken.


Aufsatz über Vernetzung und Informationssicherheit

In meinem neu erschienenen Aufsatz mit dem Titel „Vernetzung oder Informationskontrolle“ analysiere ich das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem ungebrochenen Trend zur Vernetzung von immer mehr technischen Artefakten einerseits sowie den gleichzeitig erhobenen Forderungen nach Informationssicherheit andererseits. Der Vernetzungstrend scheint eine Entwicklung abzubilden, welche in ihrer Stoßrichtung quasi nicht mehr aufzuhalten ist. Dabei schafft genau dieser Trend nicht nur Vorteile für die elektronische Telekommunikation, sondern gleichzeitig auch massive Vulnerabilitäten im Bereich der Informationssicherheit, des Daten- sowie Privatheitsschutzes. Die Tatsache, dass man nicht sinnvollerweise eine Steigerung der Interkonnektivität fordern und gleichzeitig dasselbe Datenschutzniveau erhalten kann, wird in den Diskussionen um den digitalen Wandel häufig ausgeblendet.


Zweite Podiumsplatzierung

Nachdem ich gestern bereits die Schönbuch Trophy gefahren bin, wollte ich mir beim heutigen MTB Event Veringendorf, auch wenn mir dies nicht wirklich liegt, nur die Kurzstrecke antun. Dort belegte ich den dritten Platz in meiner Klasse. Von den etwas weniger als hundert Startern wurde ich insgesamt sechster.

Podium verpasst

Bei der diesjährigen Ausgabe der Schönbuch Trophy wurde ich in meiner Klasse vierter. Insgesamt belegte ich von den über 300 Startern den 19. Platz. Gewonnen wurde das Rennen wie gewohnt von Jochen Käs.

Machine Learning in Unternehmen

In Berlin war ich im IG-Metall-Haus zu einem Workshop zu Smart Data und künstlicher Intelligenz eingeladen. Im Workshop wurden technische, ökonomische und ethische Aspekte von durch künstliche Intelligenz gestützten Systemen in Unternehmen beleuchtet. Besonders gut gefallen hat mir ein Vortrag von Jens Südekum, in welchem er deutlich machte, dass die gemeinhin geäußerten Befürchtungen, Roboter würden den Menschen ihre Arbeitsplätze „wegnehmen“, ziemlich aus der Luft gegriffen sind. Ich für meinen Teil habe unter anderem darüber gesprochen, dass Technikethik im Kontext von KI-Systemen weniger bedeutet, die Entwicklung derselben irgendwie in Abgleich zu bringen mit den Grundsätzen klassische Ethiktheorien, sondern dass es vielmehr um Charakterdispositionen geht, mit denen Technikentwickler ausgestattet werden sollten, sodass sie in die Lage versetzt werden, ihre Tätigkeit auch und gerade unter den Bedingungen bedingter Zurechenbarkeit von Verantwortung kritisch zu hinterfragen.

Nochmal künstliche Intelligenz

Das Thema künstliche Intelligenz beschäftigt Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zur Zeit gleichermaßen intensiv. Dabei war ich erneut eingeladen, um über ethische Aspekte des Einsatzes und der Entwicklung von KI-Systemen vorzutragen – diesmal beim Industrieausschuss der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart. Mein Eindruck aus der anschließenden Diskussion war, dass insbesondere die Potentiale bei der Technologieentwicklung in China Auslöser von Bedenken sind. Und tatsächlich ist davon auszugehen, dass, sollte einmal so etwas wie eine starke oder generelle künstliche Intelligenz entwickelt werden, dies in China passieren wird – weil dort die größten Datenmengen vorliegen und Datenschutzgesetze rar sind.

Roundtable zum Thema künstliche Intelligenz

Zusammen mit der Rechtswissenschaftlerin Melinda Lohmann und dem Informatiker Sebastian Huhn war ich in Berlin zu einem Roundtable der Stiftung Mercator eingeladen, bei welchem wir mit verschiedenen Vertretern aus der Politik über künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen diskutiert haben. Unabhängig von den Überlegungen über potentielle utopische oder dystopische Zukunftsszenarien rund um die vermeintliche Entstehung einer generellen künstlichen Intelligenz war es mir dabei wichtig, zu betonen, dass man sich auf aktuelle und konkrete Probleme rund um spezielle KI-Systeme konzentrieren sollte, da diese bereits schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Gesellschaft besitzen.