Wieder zur Höfats

Da meine bisherigen Höfats-Artikel aus irgendeinem Grund sehr gute Aufrufzahlen haben, folgt hier ein weiterer, in dem ich von meiner letzten Überschreitung mit der Variante über den Reitgrat berichten kann. Bei der Überschreitung vom West- zum Ostgipfel wird der Reitgrat zumeist unterhalb umgangen, man kann aber mit entsprechendem Nervenkostüm auch direkt über ihn hinwegklettern. Dazu folgt man in der Scharte zwischen West- und Mittelgipfel entweder den leichten Trittspuren direkt am Grat – oder man klettert, von Richtung Gufel kommend, über die extrem steile südseitige Grasrippe von unten an den Grat heran. Auf dem Reitgrat kann man sich, wie auf dem Foto gezeigt, tatsächlich nur sitzend fortbewegen, während rechts und links die Bergflanken steil abfallen. Hier sollte man eine stabile Hose besitzen. Nach dem Reitgrat folgt ein weiterer ausgesetzter Kletteraufschwung im dritten Grad, bei dem man sich einige Zeit lassen muss, um die wenigen möglichen Tritte und Griffe im Fels zu finden. Alles in allem gehört die Höfats-Überschreitung, zumal in der Variante mit dem Reitgrat, vermutlich zu den eindrucksvollsten und schönsten Touren, die man – entsprechende Erfahrung vorausgesetzt – in den Allgäuer Alpen erleben kann.