Ans Limit

Nachdem sich vergangenen Sonntag endlich ein regenfreier Tag ohne akute Hitze ergab, konnte ich mal wieder länger Fahrrad fahren. Für alle, die an Ultraradmarathons interessiert sind, hier meine Erfahrungen: 400 Kilometer sind meiner Meinung nach das Limit, was sich unter normalen Bedingungen ohne Lampen und warme Kleidung für die Nacht- oder frühen Morgenstunden machen lässt. Will man noch größere Distanzen zurücklegen, muss man, um die Temperatur- und Helligkeitsdifferenzen ausgleichen zu können, mit mehr Equipment fahren, welches einen wiederum verlangsamt. Erschöpfungssymptome äußern sich bei diesen Distanzen auf verschiedene Weise, verschwinden aber erstaunlicherweise wieder während der Fahrt. Ich hatte mein erstes Tief bereits nach 120 Kilometern, nur um dann ab Kilometer 160 richtig „aufdrehen“ zu können. Bei 310 Kilometern hatte ich die größte „Krise“ mit Kopfschmerzen, Atemproblemen und „streikender“ Muskulatur. Doch selbst das ging vorbei. Die letzten 50 Kilometer konnte ich ohne Beschwerden bei untergehender Sonne abspulen.